Die Geschichte der Brille – Teil 2

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Die Geschichte der Brille – Teil 2

Heute ist eine Brille eher ein modisches Accessoire und wird mit großer Selbstverständlichkeit getragen. Durch ihr anatomisch perfektes Design bekamen die Brillen im 20. Jahrhundert ihr heutiges Aussehen. Sie sind wesentlich komfortabler und durch die mittlerweile große Auswahl an verschiedenen Brillengläsern aus Glas oder sogar Kunststoff ist der Tragekomfort verbessert worden.

Die damaligen Murano-Gläser wurden durch Silikat-Gläser ersetzt. Heute gibt es durch verschiedenste Beimischungen von Titan oder Lantal die Möglichkeit, die Brechkraft des Glasmaterials zu erhöhen, sodass bei gleicher Dioptrienzahl wesentlich dünnere Gläser geschliffen werden können. Auch die Entwicklung in der Kunststoffglasherstellung ist in den letzten Jahren enorm vorangeschritten. Waren damals Brillengläser aus Kunststoff fast doppelt so dick wie die aus Glas, ist heute kaum ein Unterschied mehr zu erkennen. Auch die Abbildungseigenschaften von Kunststoffgläsern wurde soweit verbessert, dass man heute sagen kann, dass sie fast bessere Eigenschaften besitzen als die aus Glas hergestellten Brillengläser. Außerdem können die Kunststoffgläser wesentlich besser und viel facettenreicher eingefärbt werden. Da gibt es zum einen die klassischen Einfärbungen von grün, grau, blau oder braun, um sich vor dem Sonnenlicht schützen zu lassen. Aber auch sanfte Töne, die vielleicht sogar verlaufend über das Glas hinweg gefärbt sind, unterstreichen den modischen Sinn einer Brille.

In der frühen Zeit der Brillenglaseinfärbung waren es auch möglich, Silberbrompartikel in Glas mit einzuschmelzen, die sich dann je nach Lichtverhältnis dunkel färbten und auch wieder hell wurden. Dieser chemische Prozess war unendlich oft durchführbar. Jedoch blieben die Gläser, je älter sie wurden, auch bei völliger Finsternis oft in einem gelblich bräunlichen Farbzustand. Da ist die Wissenschaft auch weiter vorgedrungen und die heutigen sogenannten phototropen Gläser aus Glas sowie Kunststoff können sich heute viel schneller den Lichtverhältnissen anpassen und bleiben wesentlich länger auch im nicht-eingefärbten Zustand glasklar. Die Brillenfassungen setzen durch die Vielfalt an Materialien und Formen dem Individualismus keine Grenzen mehr. Für die Menschen heute ist es selbstverständlich, bei nachlassender Sehkraft sich vom Augenoptiker eine auf ihre Bedürfnisse angepasste Brille anfertigen zu lassen.

2018-08-29T13:21:40+00:00 März 15th, 2018|Lasik Blog|