Die Geschichte der Brille -Teil 1-

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Die Geschichte der Brille -Teil 1-

Im alten Römischen Reich klagten viele angesehene Menschen wie z.B. Cicero und Nero darüber schlecht sehen zu können. Der eine musste sich alles von Sklaven vorlesen lassen und der andere benutzte einen geschliffenen Smaragd um die Gladiatorenkämpfe besser beobachten zu können. Dabei hatten schon große Kulturen wie die Mayas unglaubliche Dinge hervorgebracht aber wenn es um den Erhalt der Sehkraft ging scheiterten auch hier die großen Gelehrten. Erst ungefähr tausend Jahre später erkannte der arabische Mathematiker und Astronom Alhazen die Gesetzmäßigkeiten, der für gute Sehkraft wichtigen Refraktion, (Lichtbrechung). So wurde vor mehr als 700 Jahren die erste Sehhilfe erfunden. Damals im 13. Jahrhundert schliffen Mönche halbrund Steine die klar waren. Das Beryll, ein Bergkristall, wurde wie ein Vergrößerungsglas benutzt um alterssichtigen italienischen Mönchen weiteres Lesen zu ermöglichen. Die Buchstaben erschienen durch den Beryllstein vergrößert. Aber erst die heute noch weltberühmten Glashütten von Murano dürfen wohl mit Fug und Recht von sich behaupten die Erfinder der Brille zu sein. Sie besaßen damals als einzige die Fähigkeit klares Glas herzustellen, das für die Sehhilfen unbedingt notwendig war. Die ausschließlich konvex geschliffenen Gläser wurden in Eisen, Holz oder Hornrahmen gesetzt die dann mit einem Stil versehen zum Vorhalten geeignet waren. So konnten weitsichtige Menschen für eine lange Zeit noch das Lesen ausüben. Kurze Zeit nach Erfinden der Brille wurden auch schon gewisse Qualitätsvorschriften erlassen. Weitere 200 Jahre später wurden Brillen hergestellt, die von ihrer Form so langsam annähernd mit dem Aussehen unserer heutigen Brille vergleichbar ist.
Die ersten Modelle waren sehr schwer und groß, wobei die Größe der Brille auch ein Statussymbol darstellte, dadurch aber sehr unkomfortabel. Die Nürnberger Drahtbrille war da schon eine wesentlich leichtere Version. Obwohl sie zuerst einmal den wenig schmeichelnden Namen „Nasenquetsche“ erhielt, gelang ihr doch eine große Beliebtheit durch den doch wesentlich größeren Komfort. Ende des 18.Jahrhunderts erst lag die Einglasbrille, das Monokel, voll im Trend. Der Vorteil dieser Brillen oder in Frankreich verwendeten Scherenbrillen war, dass sie mit der Muskulatur ums Auge gehalten wurde und so leicht verschwinden zu lassen war, da es doch eher peinlich war eine Brille zu benötigen.

2018-04-29T01:46:19+00:00 März 1st, 2018|Lasik Blog|