Die Geschichte der Kontaktlinse -Teil 1-

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Die Geschichte der Kontaktlinse -Teil 1-

Leonardo da Vinci ist wohl der erste große Geist der Welt gewesen, der sich mit der Verbesserung der Sehleistung ohne Brille beschäftigte. 1508 bestätigte er durch mehrere Experimentvorgänge und zahlreichen Überlegungen und Berechnungen, die Sehleistung verbesserbar ist, wenn das Auge in ein Wasser gefülltes Glas getaucht wird. Die Realisierung dieser Idee dauerte jedoch noch eine lange Zeit, wie so bei vielen Ideen Da Vincis. 1636 hatte der Mathematiker und Philosoph Rene Descartes eine ähnliche Idee zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Er schlug vor eine mit Flüssigkeit gefüllte Glasröhre auf das Auge zu setzten. Die Lichtbrechung sollte die Fehlsichtigkeit des Auges beheben. Über 300 Jahre später kam der britische Astronom John Herschel mit seiner Beschreibung einer Apparatur der heutigen Kontaktlinse ein Stück näher. Eine sphärische Kapsel sollte mit tierischer Gallerte gefüllt auf das Auge gesetzt werden.
Die ersten nutzbaren Kontaktlinsen entwickelten Ende des 19.Jahrhunderts gleich zwei Wissenschaftler. Die Glasschalen, nach den unabhängig voneinander Erfindungen der Herren Adolf Eugen Fick und August Müller, wurden Skleralschalen genannt. Sie bedeckten den großen Teil des vorderen äußeren Auges und waren völlig unkomfortabel. Der kurzsichtige Müller konnte aufgrund der starken Reize im Auge die Schalen nicht länger als eine halbe Stunde im Auge ertragen. Da die Sleralschalen aus mundgeblasenem oder geschliffenem dünnen Glas bestanden war eine gefährlich hohe Verletzungsgefahr am Auge gegeben.
Ab 1911 fertigte Carl Zeiss Schalen in unterschiedlichen Stärken an und die ersten Augenabdrücke wurden in Ungarn vorgenommen, um noch bessere Anpassungen der Schalen zu gewährleisten. Diese Sklerallinsen wurden bis in die 40er Jahre zur Behebung von Kurzsichtigkeit getragen. 1938 verdrängte das PMMA langsam das Glasmaterial. PMMA ist ein Kunststoff was ähnliche Eigenschaften wie Glas hat, ist dabei aber bruchsicherer und leichter. Das sogenannte Plexiglas ermöglichte eine bessere Anpassung der Kontaktlinse.
Auch wurde die bisherige doch ungenaue Anpassmethodik des Formnehmens am lebenden Auge oder des Ausprobierens mittels Probelinsen durch die Hornhaut-Vermessung mit dem Ophtalmometer ersetzt und dadurch wesentlich verbessert. Bis heute wurden die Materialien für die formstabilen Kontaktlinsen laufend verbessert.

2018-04-29T02:21:06+00:00 März 8th, 2018|Lasik Blog|