Iris-Heterochromie – Ursachen

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Iris-Heterochromie – Ursachen

Ist die Regenbogenhaut beider Augen verschiedenfarbig, so nennt man dies Iris-Heterochromie. Dieses Phänomen ist meistens eine angeborene Anomalie, die mit Entzündungen verbunden ist. Die meisten Heterochromien brauchen keinerlei Behandlung, da sie das Sehen nicht beeinträchtigen. Als Augenfarbe bezeichnet man die Pigmentierung der Regenbogenhaut. Eigentlich sind beide Augen immer in der gleichen Farbe pigmentiert. Bei einer Iris-Heterochromie ist dies nicht der Fall, die Augenfarbe sowie die Hautfarbe werden durch Melanozyten geregelt. Das sind Zellen, die Melanin synthetisieren und exprimieren. Melanin hat unterschiedliche Farben wie Braun, Blau und Grün. Das dunkelbraune Pigment wird Eumelanin genannt, das gelb-rote Pigment wird Phäomelanin genannt. Diese Farbnuancen machen Haut- und Augenfarbe aus.

Ist die Augenfarbe unterschiedlich, so liegt meistens eine Störung der Pigmentierung vor, man nennt dies auch Odd-Eye. Es betrifft Menschen recht selten, häufiger sieht man es bei Tieren. Abschnitte des Auges enthalten dann kein Melanin und wirken dadurch bläulich. Dieses Phänomen kann man relativ häufig bei gescheckten Tieren wie Katzen oder Pferden beobachten. Neben der angeborenen Variante kann eine Iris-Heterochromie auch erworben sein, zum Beispiel als Folge einer Iritis. Meistens tritt eine angeborene Variante der Iris-Heterochromie mit dem Waardenburg-Syndrom auf. Beim Waardenburg-Syndrom ist häufig ein Mangel an Melanozyten festzustellen, der zu einer Pigmentstörung führt, eine häufige Begleiterscheinung ist eine Schwerhörigkeit.

Eine erworbene Iris-Heterochromie geht meistens mit einer Entzündung der Regenbogenhaut wie einer Iritis oder Iridozyklitis einher. Entzündungen treten sehr häufig als Begleiterscheinung von zum Beispiel Morbus Bechterew oder Autoimmunerkrankungen auf. Die Iris kann sich zum Beispiel aber auch durch Viren infizieren, wie bei Herpes. Liegt bei dem Betroffenen nur eine Iris-Heterochromie vor, so gibt es meistens keine weiteren Beschwerden. Das Sehen ist in der Regel durch eine Iris-Heterochromie nicht gestört und führt auch zu keinerlei Einschränkungen, ist es jedoch eine Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung, sollte der Augenarzt sich die Augen regelmäßig anschauen, um eventuelle Erkrankungen oder Entzündungen ausschließen zu können.

2018-12-07T09:45:52+00:00 Dezember 7th, 2018|Lasik Blog|