Linsenaugen

//Linsenaugen

Linsenaugen

Das einfachste Linsenauge hat einen einfacheren Aufbau als denjenigen, den man vom Wirbeltierauge bereits kennt. Es besteht hauptsächlich aus Linse, Pigmentzellen und Retina. Diese Auge sieht man beispielsweise an der Würfelqualle (Carybdea marsupialis). Auch manche Ocellen der Gliederfüßer haben einfache Linsenaugen.
Obwohl sich die Augen von Wirbeltieren, Tintenfischen und Einzellern unabhängig voneinander entwickelt haben, ähneln sich diese doch sehr. Dies wird auch bei der Bildung des Auges beim Embryo sichtbar: Während sich das Auge bei Wirbeltieren durch eine Ausstülpung der Zellen entwickelt, die später das Gehirn bilden, entsteht das Auge der Weichtiere durch eine Einstülpung der äußeren Zellschicht, die später die Haut bildet.

Ein Krötenauge ähnelt dem menschlichen Auge am meisten, nur die Augenmuskeln fehlen. Deshalb kann eine Kröte, wenn sie selber ruhig sitzt, keine ruhenden Gegenstände sehen, da sie nicht zu aktiven Augenbewegungen fähig ist, da die Muskulatur fehlt und das Bild auf der Netzhaut dadurch verblasst, wenn es unbewegt ist.

Das höchstentwickelte Linsenauge sammelt mit einem mehrstufigen dioptrischen Apparat das Licht und wirft es auf die Netzhaut, die zwei Arten von Sinneszellen enthält, Stäbchen und Zapfen. Die Akkommodation wird durch eine elastische Linse ermöglicht, die von Zonulafasern gestreckt bzw. gestaucht wird. Die besten Linsenaugen findet man bei Wirbeltieren.
So ist zum Beispiel bei Greifvögeln die Fähigkeit entwickelt, Objekte in einem Bereich der Netzhaut stark vergrößert zu sehen, was insbesondere beim Kreisen in großer Höhe beim Lauern auf Beute vorteilhaft ist.

2018-10-26T15:11:28+00:00 April 5th, 2018|Lasik Blog|