Okklusionstherapie

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Okklusionstherapie

Eine Okklusionstherapie wird bei Kindern im Alter zwischen Geburt und 12 Jahren angewandt. Die Kinder haben eine starke Fehlsichtigkeit auf nur einem Auge. Diese sogenannte Amblyopie kann während der Entwicklung des kleinen Menschen durch Training des schwachsichtigen Auges verbessert und in vielen Fällen auch beseitigt werden. Hierzu wird mit einem speziellen Augenpflaster, dem Okklusionspflaster das bessere Auge abgeklebt, sodass das schlechtere Auge gezwungen wird zu gucken. Das Pflaster besitzt eine besondere lichtundurchlässige Schicht und ist sehr flach damit eine zusätzliche Brille tragen möglich ist. Somit werden nur von einem Auge aus die Sehimpulse über den Sehnerv ans Gehirn weitergeleitet. Normalerweise konzentriert sich das Gehirn immer auf den besseren Empfang der Bilder, sodass bei einer ausbleibenden Behandlung durchaus es möglich ist, dass das Gehirn die Impulse des schlechteren schwachsichtigen Auges irgendwann einmal ganz ignoriert und die Sehleistung dieses Auges dauerhaft schwach bleibt. Durch das Verschließen des besseren Auges kann dies zur Verbesserung der Reizweiterleitung führen und dem kleinen Mensch in Zukunft ein bessere Sehleistungen bescheren. Natürlich ist es für die Abklebezeit sehr unangenehm zu gucken und auch das über Jahre tägliche Tragen eines Pflasters kann Allergien verursachen. Um möglichst Irritationen zu vermeiden müssen diese Pflaster sehr hautverträglich hergestellt werden und trotzdem gute Klebeeigenschaften aufweisen, um über lange Zeit das Auge vor Lichteinfall zu schützen. Nur bei vollständiger Dunkelheit ist gewährleistet, dass wirklich nur von einem Auge die Impulse weitergeleitet werden. Die Okklusionspflaster werden in verschiedene Farben oder Motiven hergestellt und bieten so einen Anreiz für das Kind es auch tragen zu wollen. Nur bei richtiger Größe und Aufklebtechnik ist der Erfolg der Therapie zu erwarten.

Bei unsachgemäßem Einsatz und falsch ausgewählten Verschlußintervallen kann die Therapie selbst eine Amblyopie herbeirufen. Solche Therapien sollten also auf keinen Fall Selbstverordnet werden, sondern nur vom Facharzt unter regelmäßiger Kontrolle. Aber auch bei Erwachsenen kann eine Okklusionstherapie verordnet werden, um zum Beispiel eine Diplopie, Doppelsehen, für die Tragedauer zu vermeiden. Alternativen zum Pflaster sind jedoch auch anwendbar, wie die klassische Augenklappe, Bangerter Folien in verschiedenen Lichtdurchlässigkeiten zum direkten Aufkleben auf ein Brillenglas oder lichtundurchlässige Okklusions-Kontaktlinsen

2018-04-29T01:55:05+00:00 März 27th, 2018|Lasik Blog|