Verschiedene Augenfarben

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Verschiedene Augenfarben

Als Iris-Heterochromie bezeichnet man die Verschiedenheit beider Regenbogenhäute der Augen durch Störung der Pigmentierung. Das Lebewesen hat folglich zwei verschiedene Iris-Farben. Dies kommt beim Menschen relativ selten vor. Weiße oder gescheckte Haustiere mit teilweisem oder vollständigem Leuzismus, wie die Katze oder der beste Freund des Menschen, der Hund, sind häufiger betroffen.

Heterochromie kann verbunden mit einem Hörverlust im Rahmen eines Syndroms vererbt werden oder auf andere Varianten des Leuzismus zurückzuführen sein. Oft entsteht sie jedoch nach einer Entzündung an der Iris, was schließlich auch zur Katarakt oder anderen Linsentrübungen führen kann. In den meisten Fällen wird das erkrankte Auge heller. Heterochromie führt oft auch zu Anisokorie (ungleiche Pupillenweite).

Heterochromie beeinflusst gewöhnlich nicht das Sehen, und nur selten sind Behandlungen nötig.

Die sogenannte sektorielle Heterochromie, also wenn in einem Auge ein bestimmter Iris-Abschnitt von der Farbdifferenz betroffen ist (dies kann ein schräg zur Mitte verlaufendes Segment sein), bzw. die zentrale Heterochromie (einfach ein andersfarbiger Ring um die Iris-Mitte) tritt jedoch deutlich häufiger in der Bevölkerung auf.

Die Biologin Karin Magnussen, die der nationalsozialistischen Rassenlehre anhing, war der Meinung, dass man angeborene Heterochromie „heilen“ könnte. Von einem Kollegen hörte sie von Sinti-Kindern mit zwei Augenfarben. 1943 kam die Familie Mechau, zu denen diese Kinder gehörten, in das Konzentrationslager Auschwitz. Josef Mengele ließ bei Menschen mit verschiedenen Iris-Farben Augentropfen verabreichen. Diese Augentropfen führten zum Anschwellen der Augen oder sogar zur Blindheit. Mengele hatte Kontakt mit Magnussen und versprach, ihr die Augen der Kinder nach deren Tod zu schicken. Die Kinder wurden durch eine Herzinjektion getötet.

2018-08-29T15:18:00+00:00 März 13th, 2018|Lasik Blog|