Weitere Untersuchungen beim Augenarzt

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Weitere Untersuchungen beim Augenarzt

Bei der Spaltlampenuntersuchung kann der Augenarzt mit einem Mikroskop sich fast alle Abschnitte des Auges bis zu 60-facher Vergrößerung anschauen. Die Spaltlampe beleuchtet dabei mit einem scharf begrenzten Licht den jeweiligen Augenabschnitt, der gerade untersucht werden soll. Der Lichtspalt kann unterschiedlich eingestellt werden. Von einem kleinen Lichtpunkt hin vom schmalstem bis breitesten Spalt in verschiedenen Lagen kann die Lampe so präzise eingestellt werden, dass der Augenarzt sich jeden Abschnitt optimal beleuchtet anschauen kann. Zusätzlich ist die Lampe auf einem Schwenkarm installiert und kann vor dem Auge hin- und hergeschwenkt werden. Dies macht es möglich, entweder direkt, seitlich oder breit gestreut auf beziehungsweise in das Auge des Patienten zu leuchten, um das vordere, mittlere und hintere Auge bis zur Netzhaut zu untersuchen. Es ist sogar möglich, die Hautschichten der Hornhaut zu betrachten. Somit ist das Spaltlampenmikroskop eines der wichtigsten Untersuchungsgeräte in der Augenheilkunde. Bei dieser Untersuchung legt der Patient das Kinn auf eine Stütze und die Stirn gegen ein Stirnband, der Arzt sitzt gegenüber und beleuchtet jeweils ein Auge. Moderne Spaltlampen enthalten auch ein Gerät zur Messung des Augeninnendrucks.

Bei der Augenspiegelung ist es mithilfe eines Augenspiegels möglich, durch die Pupille hindurch auf den Augenhintergrund zu schauen und die Netzhaut, den Sehnerv, die Blutgefäße und die Aderhaut zu untersuchen. Für diese Untersuchung, die Ophthalmoskopie oder Funduskopie (fundus, lateinisch: Hintergrund) genannt wird, werden etwa 20 Minuten vor der Untersuchung pupillenerweiternde Augentropfen verwendet, um dem Augenarzt eine bessere Sicht ins Auge zu ermöglichen. Die direkte Augenspiegelung wird in einem sehr nahen Abstand zum Auge durchgeführt. Der Arzt leuchtet direkt in das Auge hinein und sieht einen kleinen Ausschnitt des Augenhintergrunds in starker Vergrößerung. Besonders gut lässt sich dadurch die Mitte des Augenhintergrunds mit Sehnerv, Eintritt der Blutgefäße und dem Gelben Fleck beurteilen. Bei der indirekten Spiegelung wird eine Lupe mit Lichtquelle verwendet und aus etwa 60 Zentimetern Entfernung untersucht. Dadurch ist der Bildausschnitt des Augenhintergrunds etwas größer. Dies ermöglicht einen besseren Überblick und auch eine dreidimensionale Sicht. Die Untersuchung kann auch mit einer Spaltlampe kombiniert werden, dann ist das Netzhautbild stark vergrößert und besser beleuchtet.

Durch diese Untersuchung kann der Augenarzt Schädigungen am Sehnerv oder Netzhautablösungen erkennen. Wenn der Patient unter Diabetes oder Bluthochdruck leidet, können so auch durch die Krankheit bedingte Schäden an den feinen Blutgefäßen des Auges festgestellt werden. Die Erweiterung der Pupillen führt zu einer starken Lichtempfindlichkeit und auch zu verschwommenem Sehen. Deshalb darf man erst wieder Auto fahren oder Maschinen bedienen, wenn die Wirkung der Augentropfen abgeklungen ist.

Die Tonometrie, die Messung des Augeninnendrucks, gehört zu den häufigsten Untersuchungen in der Augenheilkunde. Für die Tonometrie gibt es verschiedene Geräte. Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen Contact- und Non-Contact-Messungen. Bei der Contact-Messung wird ein Messgerät direkt auf die Hornhaut gesetzt, die dafür vorher betäubt wurde, um sie unempfindlich zu machen. Bei der Non-Contact-Messung schickt ein Gerät einen Luftstoß gegen die Hornhaut und misst den Widerstand einer ungefähr 3 mm großen Hornhautfläche. Das Kammerwasser innerhalb des Auges bietet vorne an der Hornhaut einen gewissen Druckwiderstand, der in Millimeter Quecksilbersäule gemessen wird. Ein normaler Augeninnendruck eines Erwachsenen liegt zwischen 10 und 21 mm Hg. Ein erhöhter Druck entsteht, wenn das im Auge gebildete Kammerwasser nicht normal abfließen kann und sich staut.

2018-08-29T12:02:30+00:00 März 17th, 2018|Lasik Blog|