Flap-Komplikationen bei einer LASIK: mit Klinge und klingenlos

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Flap-Komplikationen bei einer LASIK: mit Klinge und klingenlos

Komplikationen: mit Klinge und klingenlos

Bei der LASIK gibt es nur relativ wenige Komplikationen, manchmal entstehen diese in Verbindung mit der Klinge (Mikrokeratom). Metallklingen können unebene Flap-Ränder verursachen. Dies kann zu einer unregelmäßigen Hornhautoberfläche und Sehstörungen wie einem irregulären Astigmatismus führen.

Metallklingen stehen auch in Verbindung mit unvollständigen oder nicht richtig geformten „Knopfloch“-Flaps, die Augenlicht gefährdende Narben verursachen können. Viele Augenärzte berichten, dass diese Art von Komplikationen weniger häufig bei Flaps auftreten, die mittels Laser geschnitten werden.

Als eine Alternative zum Mikrokeratom wird der Flap bei der klingenlosen LASIK durch Infrarot-Laser-Energie geschnitten. Durch diese Laser-Energie entstehen sehr kleine, überlappende Zwischenräume genau unter der Hornhautoberfläche.

Der Femtosekunden-Laser, der bei klingenlosen LASIK-Verfahren genutzt wird, arbeitet mit extrem hoher Geschwindigkeit (Impulse von einem Quadrillionstel einer Sekunde). Dadurch wird das Gewebe ohne Wärme oder Einfluss auf das umliegende Gewebe auf molekularem Level geteilt.

Einige Studien belegen, dass bei der klingenlosen LASIK deutlich weniger Komplikationen auftreten. Aber Augenärzte haben postoperative Komplikationen feststellen können, die mit dem lasererzeugten Flap zusammenzuhängen scheinen:

In einigen Fällen können durch die klingenlose LASIK weniger Komplikationen auftreten.

Der Femtosekunden-Laser kann Hornhaut-Flaps mit genaueren Kanten schneiden im Gegensatz zu den Kanten mittels Mikrokeratom, welche schneller reißen können.

Einige potentielle LASIK-Komplikationen können mit dem All-Laser-Flap vermieden werden. Aber das Verfahren mittels Mikrokeratom kostet weniger.

Der Laser kann Flaps auch mit einer größeren Genauigkeit schneiden. Parameter wie der Winkel des Randschnittes und die Größe des Flaps können mit dem Laser angepasst werden, nicht jedoch mit dem Mikrokeratom. Das Verfahren mit dem Laser erlaubt es dem Arzt, einen individuelleren Flap für den Patienten zu schneiden.

Dieser Unterschied in der Struktur des Flaps kann auch die Anhaftung dessen verbessern und die Wahrscheinlichkeit reduzieren, dass Oberflächenzellen der Hornhaut unter dem Flap wachsen und somit den Flap anheben können (Einwachsen des Epithel). Dies kann eine unebene Hornhautfläche mit Sehfehlern zur Folge haben.

Viele Ärzte gehen davon aus, dass einige Mikrokeratom-Flaps noch Jahre nach der Operation leicht angehoben werden können und sich nicht fest mit der Hornhaut verbinden.

Bestimmte Komplikationen in Verbindung mit dem Flap können vermieden werden.

Komplikationen, die in Verbindung mit der Benutzung eines Mikrokeratoms stehen (wie der sogenannte „Knopfloch“), können durch einen Femtosekunden-Laser vermieden werden.

Bei der Flap-Erstellung mit dem Femtosekunden-Laser ist die Infektionsgefahr geringer als bei einer Flap-Erstellung ohne, weil dabei der Tränenfilm und damit andere Verunreinigungen nicht unter den Flap gezogen werden können.

Es kann eine vorübergehende Rötung der Augen entstehen.

Bei der All-Laser-LASIK wird heutzutage ein Saugring mit geringem Vakuum verwendet im Gegensatz zum höheren Vakuum, das bei der Nutzung des Mikrokeratoms verwendet wird. Die neusten Femtosekunden-Laser können einen Flap in ungefähr 10 Sekunden schneiden, bei einem Laser mit einer älteren Technologie kann dies jedoch bis zu einer Minute dauern.

Die Dauer, in der der Saugring auf dem Auge bleibt, kann die Wahrscheinlichkeit bei allen Arten der LASIK erhöhen, dass oberflächliche Blutungen (subkonjunktivale Blutungen) im weißen Bereich des Auges entstehen.

Diese temporären Blutungen gefährden die Sehkraft nicht. Dies ist ein rein kosmetisches Problem und geht innerhalb von ungefähr 3 Wochen von selbst zurück, falls die Rötung überhaupt auftritt.

2018-07-04T21:20:34+00:00 April 9th, 2018|LASIK ERGEBNISSE|