Eine Unterart der Sehnerventzündung ist die Papillitis. Dabei ist der Sehnerv am Sehnervkopf, also an der Papille geschädigt. Diese Erkrankung kann Sehstörungen mit sich bringen oder sogar zur Erblindung führen. Bei einer Papillitis ist der erkrankte Bereich am Sehnerv lokalisiert. Die Entzündung sitzt dabei am Sehnervkopf. An dieser Stelle treffen sich die Nervenstränge und treten aus dem Auge heraus. Durch den Sehnerv werden die visuellen Informationen an das Gehirn weitergeleitet. Durch die Entzündung ist die Weiterleitung an das Gehirn verlangsamt und deshalb kann es auch zu einer Visusminderung kommen. Durch die Entzündung können auch dauerhafte Schäden am Auge auftreten. Die meisten erkranken im Alter zwischen 20 und 50 Jahren. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Frauen an der Papillitis erkranken als Männer.

Wodurch die Papillitis jetzt konkret entsteht, ist noch nicht eindeutig geklärt, häufig treten sie in Verbindung mit Autoimmunerkrankungen oder Allergien auf. Auch Entzündungen zum Beispiel der Nasennebenhöhle können bei Ausbreitung zu einer Papillitis führen. Bei kleinen Kindern tritt solch eine Entzündung meistens in Verbindung mit einer Infektion der oberen Luftwege auf. Bei Autoimmunerkrankungen sind häufig Morbus Chrohn und Morbus Wegener die Auslöser. Bei Stoffwechselerkrankungen ist häufig Diabetes die Ursache. Bei einer Papillitis sind akute Sehbeschwerden nicht unüblich, häufig nehmen die Betroffenen eine Sehleistungsminderung oder Kontrastschwächen war. In den meisten Fällen ist nur eines der beiden Augen betroffen. Hinzu kommt, dass der Betroffene häufiger über ein Druckgefühl im hinteren Augenbereich klagt. Die Entzündung kann sich auf die Bewegungsmuskeln der Augen ausweiten, weshalb das Auge bei Bewegung schmerzen kann. Man kann durch die Entzündung auch eine Lichtempfindlichkeit entwickeln. Durch den Druck, der am Auge entzündungsbedingt herrscht, kann es zu tiefsitzenden Kopfschmerzen kommen. Durch Erhöhung der Körpertemperatur, wie zum Beispiel durch Sauna, Bäder oder sportliche Aktivitäten, werden die Symptome verstärkt. Der Verlauf der Entzündung ist unterschiedlich, wenn die Entzündung anfängt abzuheilen, gehen auch meistens die Symptome und Beschwerden zurück.