Epi-LASIK-Augenoperation

//Epi-LASIK-Augenoperation

Epi-LASIK-Augenoperation

Die Epi-LASIK ist eine neuere Augenlaser-Operationsmethode, die entwickelt wurde, um einige potentielle Probleme bei der LASIK und auch LASEK zu lösen. Dieses Behandlungsverfahren ist eine Mischung aus beiden letztgenannten Methoden, unterscheidet sich jedoch von diesen in einigen Schlüsselbereichen.

Während der LASIK schneidet der Arzt mit einer Klinge oder einem Laser den Flap in der Hornhaut. Aber bei dieser Behandlung besteht das Risiko, dass der Flap zu dick geschnitten wird, obwohl durch neuere Entwicklungen in der Technologie – wie die klingenlose LASIK (IntraLase) – dieses Risiko reduziert wurde.

Bei der LASEK wird die obere Schicht der Hornhaut (Epithel) abgelöst. Dies geschieht auch bei der Epi-LASIK, hierbei nutzt der Arzt jedoch eine stumpfe oszillierende Plastikklinge anstatt der feineren Klinge bei der LASEK.

Statt wie bei der LASEK Alkohol zu verwenden, um das Epithel zu lösen, wird bei der Epi-LASIK eine Plastikklinge, „Epithel-Trenner“, genutzt, um die Schicht vom Auge zu lösen. Dadurch wird eine mögliche Reaktion auf den Alkohol vermieden, welche zur Abtötung von Epithelzellen führen könnte.

Jedoch berichtet das Journal of Refractive Surgery (Januar 2008), dass einige Ärzte jetzt auch Alkohol bei der Epi-LASIK verwenden, um die Qualität des Flaps zu verbessern.

  Beste Kandidaten

  Myopie, Hyperopie und/oder Astigmatismus, Nicht-Eignung für LASIK

  • Behandlungszeit: ungefähr 10 Minuten pro Auge
  • Übliche Ergebnisse: eine 100 %-ige Sehkraft ohne Brille oder Kontaktlinsen
  • Heilungszeit: mehrere Tage bis Monate, bis sich die Sehkraft stabilisiert hat

Weil es schwieriger ist, den Epithel-Flap bei Patienten mit steiler Hornhaut und stärkerer Kurzsichtigkeit zu schneiden, ist die Behandlung besser für Patienten mit flacher Hornhaut und geringer Kurzsichtigkeit geeignet.

Nachdem der Epithel-Flap geschnitten wurde, wird er angehoben und vorsichtig zur Seite gefaltet. Es wird ein Excimerlaser genutzt, wie bei der LASIK oder PRK, um das Hornhautgewebe umzuformen. Dann wird der Epithel-Flap mit einer Art Spatel wieder zurück auf das Auge gelegt.

Es wird nun eine spezielle Kontaktlinse auf das Auge gesetzt, damit der Flap nicht verrutschen kann, während die Epithelzellen neu wachsen. Der Arzt benutzt dabei eine sehr sauerstoffdurchlässige Linse. Die Kontaktlinse schützt die Oberfläche des Auges und ermöglicht somit, dass die Epithelzellen gut nachwachsen können.

 Nach der Epi-LASIK

Nach ungefähr 3 Tagen sind die Epithelzellen nachgewachsen und der Arzt wird Ihnen die Kontaktlinse entnehmen.

Ihre Sehkraft wird wahrscheinlich nicht sofort gut sein: In 3 Tagen haben viele Patienten eine Sehkraft von 50 Prozent oder sogar 100 Prozent erreicht, aber bei anderen dauert es länger – möglicherweise 3 bis 6 Monate – bis das Endergebnis erreicht ist. Sie können normalerweise nach 1 Woche wieder Auto fahren.

Die Heilungszeit ist deutlich länger als bei der LASIK, bei der die meisten Patienten bereits am nächsten Tag oder wenigen Wochen eine gute Sehkraft erreichen und am Tag nach der Operation Auto fahren dürfen.

Wie nach jeder Augenlaser-Operation ist es auch nach der Epi-LASIK sehr wichtig, dass Sie den Anweisungen des Arztes genau folgen, weil Ihre letztendliche Sehstärke davon abhängig ist, wie gut die Hornhaut heilt. Vergessen Sie nicht, die Augentropfen oder andere Medikamente zu verwenden, die Ihnen der Arzt verschrieben hat und nehmen Sie auch die Nachuntersuchungen wahr.

Wer ist für eine Epi-LASIK geeignet?

Wenn Sie eine LASIK in Betracht ziehen, der Arzt Ihnen aber sagt, dass Sie eine Epi-LASIK benötigen, fragen Sie, warum.

Manche Ärzte sehen eine Epi-LASIK als eine bessere Alternative für manche Patienten an als eine LASIK. Dies gilt zum Beispiel für Patienten mit dünner Hornhaut und damit unzureichendem Gewebe für einen guten LASIK-Flap.

Eine Epi-LASIK kann für einige Patienten, die eine Arbeit oder ein Hobby haben, bei denen ein erhöhtes Risiko von Augenverletzungen besteht (Soldaten, Polizisten, Boxer), auch sicherer sein als eine LASIK, weil bei erstgenannter Methode kein Risiko besteht, dass sich der Flap lösen könnte.

Nach der Epi-LASIK werden Sie wahrscheinlich etwas Schmerzen verspüren. Dies kann man jedoch mit frei verkäuflichen Schmerzmitteln gut behandeln. Die Schmerzen sind bei der Epi-LASIK geringer als bei der PRK oder LASEK.

2018-10-24T16:17:01+00:00 April 9th, 2018|LASIK|