Worauf achten beim Sonnenbrillenkauf?

Was die richtige Sonnenbrille mitbringen muss

Es gibt viele gute Gründe den Sommer zu lieben: Allen voran seine angenehmen Temperaturen und ganz viel Sonne. Doch auch wenn die Sonne unser Gemüt hebt, kann sie für unsere Augen schädlich sein. Zum Schutz sollte daher auf eine Sonnenbrille zurück gegriffen werden. Doch was macht eine gute Sonnenbrille auf und worauf sollte man beim Kauf achten?

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum schaden UV-Strahlen den Augen?
  2. Worauf kommt es beim UV-Sonnenschutz der Augen an?
  3. Welche Rolle spielt der Infrarotschutz?
  4. Alles zur Tönung der Gläser und den Blendschutz-Kategorien
  5. Brillenform: Welche Sonnenbrille soll es werden?
  6. CE-Kennzeichnung, was sie aussagt und warum sie wichtig ist
  7. Fazit

Warum schaden UV-Strahlen den Augen?

Die Sonne gibt, insbesondere während den Sommermonaten, fortlaufend UV-A- und UV-B-Strahlung ab – übrigens auch dann, wenn sie durch Wolken verdeckt wird. Aus demselben Grund, warum im Sommer immer ein Sonnenschutz auf die Haut appliziert werden sollte, sind auch die Augen zu schützen: UV-A- und UV-B-Strahlung kann anderenfalls die Augen schädigen, zu Entzündungen der Binde- oder Hornhaut führen sowie das Krebsrisiko steigern. Selbst ein Grauer Star wird begünstigt, sofern die Augen ungeschützt der Sonnenstrahlung ausgesetzt sind.

Der Sonnebrillenkauf

UV-Schutz

Achten Sie beim Kauf einer Sonnenbrille unbedingt auf einen ausreichenden UV-Schutz. Augen benötigen einen Sonnenschutz mit UV400-Standard. Das bedeutet, die Strahlen werden bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern gefiltert. Entsprechende Qualitätssiegel befinden sich auf der Brille, manchmal wird statt “UV400-Standard” auch mit einem “100 % UV-Schutz” geworben. Bei Unsicherheiten sprechen Sie Ihren Optiker an. Dieser kann eine genaue Auskunft zum UV-Schutz der einzelnen Gläser geben.

Infrarotschutz

Wenn Sie sich eine neue Sonnenbrille kaufen wollen, empfehlen wir Ihnen zusätzlich auf einen Infrarotschutz zu achten – vor allem dann, wenn der nächste Urlaub ans Meer oder in den Schnee führt. Beides reflektiert Sonnenstrahlen und verstärkt deren Effekt.

Infrarotzschutz ist auch deshalb so wichtig, weil diese Strahlung, anders als herkömmliches UV-Licht, nicht anteilig bereits durch die Atmosphäre gefiltert wird. Sie tritt also ungehindert und ungefiltert auf das Auge. Das ist gleich doppelt schlimm, wenn sich der/die Träger/in der Sonnenbrille in Sicherheit wiegt: Die Pupille ist dann, durch die verdunkelten Gläser, weit geöffnet – findet aber nicht zeitgleich eine Infrarotfilterung statt, können diese Infrarotstrahlen durch die weit geöffnete Pupille hinter dem Sonnenbrillenglas noch stärker eindringen.

Tönung der Gläser

Zunächst soll an dieser Stelle ein Missverständnis ausgeräumt werden: Eine dunkle Tönung der Sonnenbrillengläser bedeutet nicht automatisch, dass diese Gläser gut schützen. Andersherum gilt das genauso: Weniger dunkel getönte Gläser sind nicht mit einem minderwertigen Schutz gleichzusetzen.

Die Tönung der Gläser gibt die Lichtdurchlässigkeit an. Diese ist in verschiedene Kategorien eingeteilt und gibt somit einen guten Anhaltspunkt für welche Tätigkeiten welcher Blendschutz geeignet ist:

Kategorie 0: 80 bis 100 % Lichtdurchlässigkeit, nicht für tagsüber geeignet
Kategorie 1: 43 bis 80 % Lichtdurchlässigkeit, beispielsweise bei bewölktem Sommerwetter akzeptabel
Kategorie 2: 18 bis 43 % Lichtdurchlässigkeit, ein sehr guter und adäquater Sonnenschutz für mitteleuropäisches Wetter
Kategorie 3: 8 bis 18 % Lichtdurchlässigkeit, ein sehr dunkler Filter, der beispielsweise bei Wanderungen im Gebirge oder beim Urlaub in der Karibik eine gute Wahl abgibt
Kategorie 4: 3 bis 8 % Lichtdurchlässigkeit und damit zu dunkel für den Straßenverkehr und Alltag, aber eine sichere Wahl für Klettertouren im Hochgebirge

Tipp: Die Blendschutz-Kategorie ist auf der Innenseite eines Brillenbügels aufgedruckt.

Brillenform

Die Form und das Aussehen der Sonnenbrille sind natürlich Geschmackssache, dennoch ist die Form der Sonnenbrille von großer Bedeutung. Wie “gut” eine Sonnenbrillenform ist, lässt sich aber auch anhand von objektiven Kriterien beurteilen. Die Sonnenbrille sollte unbedingt die Augen komplett verdecken. Gläser sollten daher eine entsprechende Größe haben. Außerdem sollte sie eng am Auge anliegen, um die Augen vor seitlichem, von oben oder unten eintretendem Sonnenlicht zu schützen. Breite Bügel können auch seitlichen Schutz bieten.

CE-Kennzeichnung

Eine CE-Kennzeichnung steht nicht automatisch für einen hohen Sonnenschutz! Das CE-Zeichen auf einer Sonnenbrille bestätigt, dass sie den europäischen Sicherheitsstandards entspricht und somit die Mindestanforderungen erfüllt. Achten Sie daher unbedingt auch auf die bereits erklärten UV-Schutzstandards und Blendschutz-Kategorien.

Fazit:

Wer seine Augen nicht konsequent vor UV-Strahlung schützt, der riskiert nicht nur ein gesteigertes Krebs- und Grauer-Star-Risiko, sondern auch schmerzhafte Sonnenbrände im Auge. Deshalb gilt: Bei der Sonnenbrillenwahl kommt es vor allem auf Qualität an. Achten Sie beim Kauf auf die oben genannten Punkte und fragen Sie bei Unklarheiten Ihren Optiker.

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